Digitale Bildbearbeitung - ein Beispiel.
Wie visualisiert man ein gigantisches Tor für den IAA-Messeauftritt eines Stuttgarter Automobilkonzerns in der Frankfurter Festhalle?
Ein „Stargate“, das flexibel über Projektionen bespielt wird?
Für die Wettbewerbspräsentation sollte dem Kunden gezeigt werden, wie das Objekt auf den Messebesucher wirkt,
wenn er die Festhalle über die Galerie betritt und auf und hinter dem „Stargate“ gerade die Bildershow abläuft.
und hinter dem „Stargate“ gerade abläuft.
Viele versuchten sich daran: Der Illustrator, doch das wirkte zu künstlich. Der Messebauer, dem das Riesentor in CAD-Daten vorlag. Das wirkte zu konstruiert.
Dann war ich als Fotograf gefragt.
Fotograf UND Besitzers des schnellsten EBV-Rechners,
den Apple bis dato gebaut hatte – heute ein Witz, damals state-of-the-art: 120Mhz, 384 MB Ram.
Schnelle Lösung: Fotografie und Bildbearbeitung.
Der Rest war Fleißarbeit.
Nach unbefriedigenden Versuchen, die Grundkonstruktion im Computer zu zeichnen, hatte ich die Lösung:
Ab ins Studio, mit Kinderbauklötzen ein Tor gebaut, Tor vermessen, Betrachtungsabstand im Massstab umgerechnet,
dickes Weitwinkel auf die Fachkamera ge-
klemmt, Licht gemacht und Schuss!
Da war mein Tor, erhaben groß, mit Licht und Schatten.
Der Rest war Fleißarbeit. Die Projektionsmotive wurden gesliced,
mit der richtigen Perspektive sowie dem richtigen Licht versehen und auf die Flächen gebracht.
Nun noch ein paar Spiegelungen auf den Hallenboden setzen (Achtung, frisch gebohnert!).
Erkennen Sie jetzt noch, dass alles mit ein paar simplen Bauklötzen begann?